Chemielutzi war immer etwas aufgeregt, wenn sie einen neuen Wissenstrank braute. Dann setzte sie ihre Schutzbrille auf und sang immer dazu:

"Noch ein Tröpfchen in das Töpfchen,
und noch etwas Pulver dran,
dann ein Bisschen Feuer an,
damit ich alles wissen kann."

Wenn sie dann den neuen Trank probiert hatte und anschließend doch nicht mehr wusste als vorher, war sie immer etwas traurig. Lilli und Micky trösteten sie dann und lachten darüber, dass sie nun doch wieder in die Schule gehen musste.

Doch eines Tages, als Lilli und Micky im Garten auf ihrer Schaukel saßen und sich lustige Geschichten von Raketenkutte erzählten, da hörten sie aus dem Gartenhaus auf einmal Chemielutzi singen:

"Und nun das letzte Tröpfchen in das Töpfchen,
und noch etwas Pulver aus Acryl,
heißes Feuer mit Gefühl,
weil ich endlich alles wissen will."

Lilli und Micky spotteten: "Oh, schon wieder ein Wissenstrank, der nicht wirkt", und lachten. Doch es gab keinen neuen Trank, sondern plötzlich einen ohrenbetäubenden Knall! Das ganze Labor mit samt dem Gartenhaus explodierte und flog in die Luft. Es blieb nur ein qualmender Trümmerhaufen übrig.

Lilli und Micky waren furchtbar erschrocken. Sie liefen aber dann trotzdem zu dem Trümmerhaufen, um Chemielutzi zu suchen. Da kroch aus dem Qualm eine Gestalt mit schwarzem Gesicht, angebrannten Haaren und zerrissenen Kleidern, nur noch mit einem Schuh bekleidet. Die Gestalt sah so gruselig aus, dass Lilli und Micky schon weglaufen wollten. Doch das